„Welche Untersuchungen sind bei Ihrer Rasse vorgeschrieben?“
Diese Frage klingt harmlos und ist die schärfste von allen. Denn sie prüft nicht die Gesinnung, sondern das Fachwissen — und das lässt sich nicht überspielen.
Jede Rasse hat ihre eigenen Risiken und dafür ihre eigene Untersuchungsliste: Augen, Gelenke, Herz, Kniescheibe, Gehör, dazu die Gentests, die für genau diese Rasse gelten. Ein Züchter, der nach einem Präventionsprogramm arbeitet, zählt sie Ihnen auf, ohne nachzudenken.
Wer stattdessen allgemein antwortet — „meine Hunde sind alle gesund", „beim Tierarzt war ich natürlich" —, hat die Frage nicht beantwortet.
Das ist keine Höflichkeitsfrage: Nach § 22a Abs. 1 des Tierschutzgesetzes muss die Züchterin bzw. der Züchter die Risikoparameter der gezüchteten Tierart kennen und dementsprechend handeln.